Ein Workshopkonzert mit dem Sinfonieorchester Basel

Öffentliche Konzerte im Amateurbereich sind noch immer untersagt, die Profis dürfen zwar auftreten, jedoch nur im kleinen Rahmen. Die Knaben- und Mädchenmusik Basel hat die Gunst der Stunde genutzt und mit dem Sinfonieorchester Basel ein Workshopkonzert durchgeführt.

Text: Diana Bauchinger, Bilder: Bardh Hoxha > Galerie

Die Szenerie: Es ist Mittwoch, 12. Mai um 14.00 Uhr. Noch ist es ruhig am Picassoplatz 2 in Basel. Der Probenraum des Sinfonieorchesters Basel ist an diesem Tag für einen ganz besonderen Anlass hergerichtet. Das Orchester Piccolino der Knaben- und Mädchenmusik Basel wird gleich erwartet, die jüngste Ausbildungsstufe der gleichnamigen Musikschule. Der Raum ist bestuhlt in zwei Hälften, auf einer Seite werden neun Mitglieder des Sinfonieorchesters Basel sitzen und auf der anderen das Kinderorchester. Kurz nach 14.00 Uhr werden die Kinder von ihren Eltern gebracht, sie selbst dürfen Corona-bedingt nicht dabeibleiben. Nach der ersten Aufregung finden alle ihren Platz und es kann losgehen. Die Kinder spielen sich ein und starten mit ihrer Präsentation. Sie haben für diesen Tag sehr viel geübt. Die Profis klatschen Beifall. Sie wissen wie wichtig jegliche Unterstützung gerade in jungen Jahren für Musizierende ist. Nun sind die Profis selbst an der Reihe. Im Gespräch lernen die Kinder die Musikerinnen und Musiker kennen und erfahren, wo sie herkommen und vor allem warum sie ihr Instrument gewählt haben. Danach dürfen die Kinder den Profis lauschen. Das Blechbläserensemble spielt Leonhard Bernsteins (1918-1990) Somewhere aus West Side Story und das Holzbläsertrio das Stück Pizzicati aus dem Ballett Sylvia von Léo Delibes (1836-1891). Die Kinder staunen über die Virtuosität und lassen sich anstecken von der Spielfreude der Musikerinnen und Musiker.
Distanz aufbrechen und hautnah mit Profimusikerinnen und Profimusikern musizieren Platz ist auch für Kinderfragen. Wie sieht eigentlich der Tag eines Profimusikers aus? Mein Vater geht morgens ins Büro und abends wieder nach Hause, wie sieht das bei Euch aus? Oder wieviele Stunden übt Ihr am Tag?
Die Atmosphäre ist locker, es wird gescherzt, dennoch ist schnell klar, dass man nur mir viel Arbeit und Disziplin den Beruf eines Orchestermusikers ausüben kann.


Das Highlight kommt zum Schluss. Alle Anwesenden musizieren gemeinsam, durch das ganze Haus, ein Kirchengebäude, tönen die Melodien von Ghostbusters und Star Wars. Auch wenn die räumliche Distanz unter den Teilnehmern aufgrund des Schutzkonzeptes sehr gross ist, hat das Musikalische alle miteinander verbunden. Wer möchte nicht einmal so nah am Sinfonieorchester Basel sein? Für die Jungmusikantinnen und Jungmusikanten der Knaben -und Mädchenmusik Basel war dies möglich und wird ein unvergessliches Erlebnis bleiben, welches sie in ihrem weiteren musikalischen Werdegang stärken soll.
Diana Bauchinger, die musikalische Leiterin der Knaben- und Mädchenmusik Basel und zugleich die Initiantin des Anlasses bedankt sich beim Sinfonieorchester Basel für das Öffnen seiner Türen.

Zurück